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Die Bauchspeicheldrüse erfüllt zwei Aufgaben:
1. Die Bauchspeicheldrüse ist wichtig für die Verdauung.
2. Die Bauchspeicheldrüse steuert die Blutzuckerregulation.
Die Bauchspeicheldrüse und die Verdauung
Die Bauchspeicheldrüse produziert wichtige Verdauungsfermente
(Enzyme ). Dieser Verdauungssaft wird durch spezialisierte
Zellen in der ganzen Drüse produziert, in ein weitverzweigtes
Gangsystem ausgeschüttet, schliesslich in einem Hauptgang,
dem sogenannten "Ductus pancreaticus ", gesammelt und in Richtung
Zwölffingerdarm (Duodenum) geleitet. Kurz vor der Einmündung
in den Zwölffingerdarm gesellt sich zu diesem Bauchspeicheldrüsensekret,
das die wichtigen Verdauungsenzyme enthält, der Gallensaft,
der aus der Leber kommt. Diese Sekrete werden in den Zwölffingerdarm
ausgeschüttet, wo die Bauchspeicheldrüsenenzyme aktiviert
werden und schliesslich die vom Magen kommende Nahrung verdauen.
Die Bauchspeicheldrüse produziert etwa 30 verschiedene Verdauungsfermente
(Enzyme), welche nach ihrer Aktivierung fähig sind, die Nahrung
in kleinste Teile zu zerlegen. Diese Enzyme werden zwar in
der Bauchspeicheldrüse produziert, aber erst nach Erreichen
des Zwölffingerdarms aktiviert, so dass sie erst dort ihre
Aufgabe wahrnehmen. Damit wird verhindert, dass diese Enzyme
die Bauchspeicheldrüse selbst verdauen. Die drei wichtigsten
Enzyme der Bauchspeicheldrüse heissen wie folgt:
- Amylase : verdaut mehrheitlich Kohlenhydrate (zuckerhaltige
Nahrungsbausteine)
- Trypsin: verdaut mehrheitlich Eiweisse
- Lipase : verdaut mehrheitlich Fette
Die Zerlegung der Nahrungsbestandteile in kleinste Stücke
ist notwendig, damit der Körper diese über den Darm aufnehmen
kann. Fehlen die Bauchspeicheldrüsenenzyme, werden sowohl
Zucker, als auch Eiweisse und Fette nicht richtig zerlegt,
und der Darm ist nicht fähig, die Nahrung ins Blut aufzunehmen.
In der Folge werden unverdaute Speisen im Darm weiter befördert. Dies kann zu erheblichen Durchfällen, Blähungen und
auch Bauchkrämpfen führen. Zudem kommt es durch Fehlen der
Aufnahme der Nahrung in den Körper zu einer stetigen Gewichtsabnahme.
Die Bauchspeicheldrüse und die Blutzuckerregulation
Die Bauchspeicheldrüse produziert, neben den Verdauungsenzymen,
ein wichtiges Hormon, welches Insulin genannt wird. Dieses
wird in spezialisierten Inselzellen produziert, welche in
kleinen Häufchen in der ganzen Drüse, vor allem aber im Schwanz
der Bauchspeicheldrüse, zu finden sind. Von dort aus wird
das Insulin direkt aus der Bauchspeicheldrüse ins Blut abgegeben.
Dieses Hormon ist entscheidend für die Blutzuckersteuerung.
Es öffnet dem Zucker gewissermassen die Türen zu allen Körperzellen.
Zucker ist eine wichtige Energiequelle unseres Körpers. Alle
Zellen sind auf Zucker angewiesen. Nach Aufnahme des Zuckers
aus dem Darm ins Blut ermöglicht Insulin den Übertritt des
Zuckers vom Blut in die verschiedenen Körperzellen. Hat es
zuwenig oder gar kein Insulin, kann der Zucker nicht
vom Blut in die entsprechenden Körperzellen gelangen. Dadurch
steigt der Zuckergehalt im Blut an, was für den
Menschen unangenehme und sogar lebensgefährliche Folgen haben
kann. Zuckerkranke (Diabetiker) haben einen solchen mehr oder
weniger ausgeprägten Mangel an Insulin.
Die Produktion von Bauchspeicheldrüsenenzymen und diejenige von Insulin
sind weitgehend unabhängig voneinander. Kommt es aus irgendeinem Grund zu einem Schaden am Pankreas, können beide Funktionen
unabhängig voneinander gestört werden.
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